INTERNATIONALER JUWELIER - WARNDIENST

INTERNATIONAL JEWELLER SECURITY

Das Kriminal-Präventions-Netz für die Schmuck- und Uhrenbranche

Organisation
Der Juwelier-Warndienst (WD) wurde 1970 zunächst unter der Trägerschaft des Landesinnungsverbandes der Gold- und Silberschmiede sowie Juweliere Nordrhein-Westfalen gegründet. Teilnehmer sind Juweliere, Goldschmiede, Uhrmacher, Diamant- und Edelsteinhändler, Sicherheitsdienstleister, die für die Branche tätig sind, Versicherungsgesellschaften im In- und im benachbarten Ausland, sowie deren Makler. Die Kosten werden durch Beiträge finanziert (Euro 10.-/Monat, Stand 2010). Redakteure sind Martin und Klaus Winckel.
Die Tätigkeit des Warndienstes war zunächst auf Nordrhein-Westfalen begrenzt, mittlerweile ist der Warndienst jedoch bundesweit bzw. europaweit (D/A/CH-Region) vertreten und weltweit vernetzt. Mit gleichgelagerten Diensten für die Schmuckbranche in den Niederlanden, Frankreich, Großbritannien und den USA werden regelmäßig Informationen ausgetauscht
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Konzeptioneller Ansatz
Ziel des Warndienstes ist die Prävention. Durch den Einsatz von modernster Technik können die potentiellen Opfer (Juweliere und deren Mitarbeiter) binnen weniger Minuten bundes-/europaweit vor drohenden Straftaten oder Tätern gewarnt werden. Dazu sind detaillierte Darstellungen der Arbeitsweisen sowie Täterbeschreibungen und Täterbilder eine wichtige Voraussetzung für die Wiedererkennung bei einer erneuten Tatvorbereitung oder Tat. Durch den elektronischen Abgleich mit dem umfangreichen vorhandenen Datenbestand kann der Warndienst binnen kürzester Zeit Hinweise auf vergleichbare Taten oder in diesem Zusammenhang gesuchte, bekannte und unbekannte Personen geben. Die Teilnehmer werden aufgefordert, beim Auftreten von gesuchten oder verdächtigen Personen, sofort und unauffällig die Polizei und den Warndienst zu verständigen.

Ein weiteres Betätigungsfeld sind die Mitfahndungsersuchen der Polizei. Es können Licht- oder Phantombilder gesuchter Personen in den Warnmeldungen und im Internet veröffentlicht oder aufgrund sichergestellter Schmucketiketten der geschädigte Eigentümer (Juweliere) oder ein Tatort ermittelt werden. Dazu gehört auch die Auswertung von Punzzeichen und Gravuren in Schmuckstücken oder auch Reparaturzeichen in Uhren.

Die Beratung der Teilnehmer bei der Anschaffung neuer bzw. besserer Sicherheitstechnik, die Vermittlung von professionellen Trainern für Mitarbeiterschulungen, die Beratung bei der Absicherung und die damit verbundene Risikobeurteilung gehören ebenfalls zu den Aufgabengebieten. Die speziellen Branchenkenntnisse des Warndienstes werden ebenso von Staatsanwaltschaften und Gerichten in Anspruch genommen.

Die Aussendung von Warnmeldungen geschieht nach Bedarf und Dringlichkeit an alle Teilnehmer oder unter Berücksichtigung unterschiedlicher Kriterien selektiv als E-Mail. Die Teilnehmer sind in wenigen Minuten benachrichtigt.

Seit April 2000 werden Bilder der Personen- und Sachfahndung unter www.warndienst.com passwortgeschützt ins Internet gestellt. Zugriffsberechtigung erhalten nur Teilnehmer des Warndienstes sowie Polizeidienststellen mit einem personenbezogenen Passwort.

Ergebnisse/Erfahrungen
Der Warndienst hat im Laufe der Jahre in vielen Fällen der Polizei entscheidende Hinweise zur Aufklärung von Straftaten geben können. Gesuchte Personen konnten schon am (nächsten) Tatort festgenommen werden. Grund: "Die Täter gehen immer wieder zu Juwelieren und nicht zur Polizei". Auch bei (landesweiten) Durchsuchungsaktionen konnte der Warndienst seine Fachkenntnisse einbringen. Wichtig ist für die Prävention und die Vermeidung weiterer Schäden, dass Erkenntnisse über neue Arbeitsweisen der Täter auf dem schnellsten Wege den gefährdeten Juwelieren mitgeteilt werden. Nur dadurch können weitere Tatversuche frühzeitig von den so informierten und gesculten Mitarbeitern erkannt werden, weitere Schäden vermieden und durch richtiges Verhalten eine schnelle Festnahme verdächtiger Personen ermöglicht werden.


Weitere Informationen zur Teilnahme finden Sie HIER.

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